|
|
|
|
|
|
ADS und MedikamenteDas Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ist die häufigste Verhaltensstörung im Kindes- und Jugendalter. Aber es gibt kein Patentrezept zur Behandlung, zu unterschiedlich sind die Symptome bei den Betroffenen. In der letzten Zeit wurden zunehmend Warnungen und kritische Stimmen gegen das Medikament Ritalin laut, das immer häufiger gegen die Aufmerksamkeitsstörung ADHS verschrieben wird. Aber nicht jedes ADS-Kind braucht Medikamente, z. B. dann nicht, wenn das Kind weder zu Hause noch in der Schule größere Probleme hat. Die medikamentöse Therapie kann aber in den meisten Fällen helfen, dass z. B. notwendige andere Maßnahmen (Verhaltenstherapie etc.) Erfolge zeigen. Die folgenden Ratgeber informieren Eltern über Symptome, Diagnosestellung und Verordnungskriterien, Zusatzleiden und Nebenwirkungen, Kontrollen, Dauer und Dosierung der wichtigsten heute bei ADS angewandten Medikamente.Presse: Bei jedem zweiten Kind, dem eine Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung (ADHS) attestiert und das aus diesem Grunde medikamentös behandelt wird, stimmt die Diagnose nicht. Dies hat eine aktuelle amerikanische Studie ergeben. "Es gibt in Deutschland zwar keine vergleichbare Studie, dennoch sollte uns dies Ergebnis mahnen, bei der Diagnosestellung sorgfältig zu sein", sagt Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl, Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Köln, im Apothekenmagazin "Baby & Familie". Die Zahl der Kinder mit ADHS und die Therapie mit dem Psychostimulans Methylphenidat hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Kritiker fürchten um die Individualität der kleinen Patienten und warnen vor eventuellen Langzeitschäden. Dem gegenüber stehen die positiven Erfahrungen von Eltern und Ärzten mit durch das Medikament plötzlich zugänglicheren Kindern. Lehmkuhl mahnt jedoch: "Grundsätzlich sollten Kinder, die das Medikament erhalten, zusätzlich eine Therapie bekommen." [Quelle: RP Online]
|
*Tipp* Barbara Simonsohn: Hyperaktivität ![]() Warum Ritalin keine Lösung ist |
| ADS und Medikamente |
|
|
![]() |
Richard DeGrandpre:
Die Ritalin- Gesellschaft - ADS: Eine Generation wird krankgeschrieben. 2005 | Beltz Verlag | Weinheim | Broschiert Kurzbeschreibung: Der Autor beschreibt, wie eine Schnellfeuer-Kultur
das Bewusstsein unserer Kinder verändert, ihre emotionale und geistige
Befindlichkeit, und wie sie dafür bezahlen müssen - mit der Einnahme
von Stimulanzien, die die bewusstseinsverändernde Wirkung der Geschwindigkeit
simulieren und mit einer Krankheit, die genau in dieses Bild passt:
ADHS. "Die Sucht nach Sinnesreizen, ob von Kindern oder Erwachsenen,
bedeutet eine Störung des bewussten Erlebens, bei der die betroffene
Person unfähig ist, mit Langsamkeit umzugehen. Indem eine 'Schnellfeuer-Kultur'
ein entsprechendes Bewusstsein prägt - und bei Kindern die Unfähigkeit,
ihr eigenes Verhalten zu kontrollieren - entwickeln sich Reizabhängigkeiten,
die unser Verhalten animieren, nach noch mehr Stimuli zu suchen. Im
Zentrum dieses Entwicklungsproblems befindet sich die Erfahrung der
Unbehaustheit, die durch Gefühle wie innere Ruhelosigkeit, Angst und
Impulsivität charakterisiert ist." |
|
![]() |
Lawrence Diller:
ADS & Co - Braucht mein Kind Medikamente? 2003 | Walter Verlag | Stuttgart Kurzbeschreibung: Obwohl in der Fachwelt heiß diskutiert,
erwarten viele Ärzte und Eltern von Medikamenten wie Ritalin eine schnelle
einfache Lösung. Lawrence Diller informiert anschaulich über die verschiedenen
Krankheitsbilder kindlicher Störungen vom Alter von drei Jahren an bis
zur Adoleszenz. Wann spricht man wirklich von ADS oder anderen schweren
Verhaltensproblemen? Wann sind welche Therapien angebracht? Diller bietet
Checklisten, stellt eigens entwickelte Behandlungstechniken dar und
gibt einen Überblick über gängige Psychopharmaka mit ihren Anwendungsgebieten
und Nebenwirkungen. Dabei plädiert er - selbst in schwierigen Fällen
- eindrücklich für Methoden, die bewusst auf Medikamente verzichten.
|
|
![]() |
Michael Huss:
Medikamente und ADS - Gezielt einsetzen, umfassend begleiten, planvoll
absetzen. 2002 | Urania Verlag | Stuttgart Kurzbeschreibung: Dieser Ratgeber informiert Eltern über Symptome,
Diagnosestellung und Verordnungskriterien, Zusatzleiden und Nebenwirkungen,
Kontrollen, Dauer und Dosierung der wichtigsten heute bei ADS angewandten
Medikamente. Er erklärt, wie Eltern die Chancen der Medikation durch
flankierende Maßnahmen für ihr Kind optimal nutzen können. Und er stellt
eine klare Prognose der langfristigen Effekte, mit denen zu rechnen
ist. |
|
| Verzweifelte Eltern |
|
|
![]() |
Eckhard und Heidrun Schiffer:
Nachdenken über Zappelphilipp - ADS: Beweg-Gründe und Hilfen - Gezielt
einsetzen, umfassend begleiten, planvoll absetzen. 2002 | Beltz Verlag | Weinheim Kurzbeschreibung: Einführend schildern die betroffenen Eltern
die Auswirkungen von Ritalin auf ihren Sohn Florian, der vor den Einnahme
des Medikamentes ein unaufmerksames, überaktives, impulsives Problemkind
war. Sie zeigen, welche Gewissensbisse sie verfolgen, da sie ihrem Kind
ein Medikament geben, das in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz
unterliegt. Sie geben wertvolle Tipps für betroffene Eltern. Beispielsweise
eine Vorschlagsliste, zu einer ADS-präventiven Grundausstattung eines
Kinderzimmers und auch, wann der Computer Einzug in das Kinderzimmer
halten sollte. Die Schiffers versuchen klar zu machen, dass die Sinneserfahrungen,
die ohne elektronisches Spielzeug, Fernseher oder ähnlichem gemacht
werden, die wichtigsten Erfahrungen bei der Entwicklung unserer Kinder
sind und am Besten ADS und Hyperaktivität vorbeugen. |
|
|
zurück |
|
|
|