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Traumberuf Sportlehrer
Frankfurt/Main (dpa/gms) - Für viele junge Menschen ist Sportlehrer ein Traumberuf. Ihnen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, sagt Manfred Spangenberg, Leiter des Referats Bildung beim Deutschen Sportbund in Frankfurt.
Das reicht vom Leistungssport bis zur Seniorenbetreuung." An knapp 70 Standorten in Deutschland lassen sich Sportwissenschaften studieren.
"An zwei Drittel der Hochschulen gibt es Eignungsprüfungen", erklärt Frederik Borkenhagen, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) in Hamburg. Acht bis zwölf verschiedene Sportarten gehörten zur Grundausbildung, hinzu kommen Vorlesungen in Pädagogik, Sportmedizin und Sportgeschichte. Vertiefen kann man sein Wissen in Gesundheitsmanagement, Prävention und Rehabilitation, Sport- und Bewegungspädagogik.
Größter Arbeitgeber für Sportlehrer sind die Schulen. Rund 130 000 Lehrer sind derzeit berechtigt, Sport zu unterrichten. "Die Sportlehrer sind im Durchschnitt um die 50 Jahre alt, da werden demnächst eine Menge pensioniert", sagt Mike Bunke, Vizepräsident Fachsport beim Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) in Dannewerk (Schleswig-Holstein).
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Typische Arbeitgeber für diplomierte Sportwissenschaftler sind aber auch Sportvereine, Fitnessstudios, Kliniken und Rehazentren. Während klassische Bereiche wie der Leistungssport an Beliebtheit verloren haben, interessierten sich immer mehr Studierende für Medien und Management, sagt Borkenhagen. "Die Diplom-Sportökonomie in Bayreuth ist derzeit einer der nachgefragtesten Sportstudiengänge in Deutschland. Die meisten Absolventen von dort kommen gut unter."
Ähnliches gelte für Sportmanagement, das unter anderem in Köln, Potsdam und Tübingen angeboten wird. "Sportmanager werden gebraucht", sagt Bunke. Mit schnellem Reichtum sollten Absolventen der Sportwissenschaft aber erst einmal nicht rechnen. "Das Gehaltsniveau entspricht vor allem am Anfang oft nicht der Qualifikation", bremst Borkenhagen allzu euphorische Erwartungen. Auch bei den selbstständigen Sportlehrern sei die Konkurrenz groß. Wer von vornherein auf eigenen Füßen stehen möchte, sollte an der TU München studieren: "Das ist die einzige Uni bundesweit, die Sportwissenschaften im Freien Beruf als Studiengang bietet", erläutert Bunke.
Dem Statistischem Bundesamt zufolge studierten im Wintersemester 2002/03 fast 15 000 junge Menschen Sport auf Diplom. Insgesamt wählten mehr als 27 000 junge Menschen Sport als erstes Fach, teilweise auch als Magister-, Bachelor- und Masterstudiengang. Experten der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn rechnen mit einer stagnierenden bis rückläufigen Entwicklung der Branche.
Eine Ursache des Stellenschwunds ist den ZAV-Experten zufolge, dass sich viele Vereine keine große Auswahl an Kursen mehr leisten können. Chancen werde es aber immer geben, macht Spangenberg Unschlüssigen Mut. Vor allem im Bereich Prävention seien positive Entwicklungen zu erwarten.
Die Ausbildung im Überblick: Bundesagentur für Arbeit: »Dipl.-Sportlehrer/in
Florian Oertel, 29.11.2004
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*TIPP*
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